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18. August 2019

Sonntag, August 18, 2019

Die Dokumentation aktueller Projekte ist stark ins Hintertreffen geraten. Projekt kann man aber die meisten Arbeiten auch nicht nennen. So wie diese Internetpräsenz zum Beispiel. Nach einem kurzen Ausflug am Anfang diesen Jahres zu “CMSimple” habe ich nun in der aktuellen Ausgabe des LINUX User Magazins Flatpress entdeckt, ein freies Blogsystem, das ich gleich mal ausprobiert habe. Das Ergebnis sehen sie gerade.

Darüberhinaus bin ich vor wenigen Monaten von LINUX Mint auf Fedora 30 umgesteigen und habe die Mehrzahl meiner privaten Computer damit bestückt. Aus Restbeständen abgeschriebener PCs habe ich als defekte Gebrauchtgeräte Lenovo ThinkStation S30 und P500 abgestaubt. Ein Lenovo ThinkPad S440 konnte ich bereits im letzten Jahr erwerben. Nach wie vor habe ich aber auch noch immer mein ThinkPad X1 Carbon 4th Generation, das mir nach wie vor gute Dienste leistet. Nur mit der Energieverwaltung bin ich nicht mehr so zufrieden, weil seit ich Fedora einsetze habe ich den Eindruck, dass die Laufzeit des Akkus deutlich abgenommen zu haben scheint.

Was ich an Fedora schätze ist die Aktualität. Kernel: 5.2.7-200.fc30.x86_64 x86_64. Im Gegensatz zu den Debian / Ubuntu Derivaten, die alle noch mit einem 4.x Kernel laufen. Gestern erst habe ich mein T61 mit Devuan (ebenfalls ein Debian-Derivat) von 3.x auf 4.9.x hochgerüstet. Dabei habe ich das im letzen Jahr intensiviert gelernte Linuxwissen angewendet:

sed -i s/jessie/stable/g /etc/apt/sources.list 

ersetzt in den Paketquellen die fest eingetragene Release von Jessie nach Stable, ist somit also immer aktuell, auch wenn es neue Releases gibt. So mache ich das inzwischen bei mehreren Systemen. Auch bei den Raspi’s funktioniert das inzwischen recht gut.

Übrigens muss ich nicht auf Cinnamon als Desktop verzichten, denn Fedora kommt mit einem entsprechenden Spin¹ daher. Bei den Laptops gehe ich inzwischen dazu über die Daten mit Luks zu verschlüsseln. Das bisherige Verfahren /home in einer separaten Partition anzulegen habe ich zwar beibehalten, aber beim Umstieg auf Fedora hatte ich damit nur Probleme. Die Daten ließen sich nicht mit den korrekten Berechtigungen einbinden, was darin resultierte, dass der Desktop nicht geladen wurde und man jedesmal nach Eingabe des Passwortes wieder im Login-Fenster landete. Deshalb musste ich den etwas umständlichen Weg gehen, die Partition bei der Installation nicht nur als /home einzubinden, sondern sie komplett zu formatieren und anschließend die Daten aus der Datensicherung wieder her zu stellen. Und auch das Verschlüsseln geht nur, wenn man trickreich während der Installation von Fedora bei der Auswahl des Zieldatenträgers zuerst eine automatische Partitionierung auswählt und die Option Festplattenverschlüsselung anhakt, um dann im nächsten Schritt die Partitionierung doch manuell durchzuführen und bei den zu verschlüsselnden Partitionen die entsprechende Option erneut auszuwählen, die einem aber sonst nicht angezeigt wird. Das ist zwar etwas umständlich und nicht transparent (also nachvollziehbar), aber nur so scheint es zu funktionieren.

Ganz nebenbei lese ich tatsächlich ein Buch: Bruce Schneier “Data and Goliath”.

¹ Spin bezeichnet in diesem Fall eine Variante, Abwandlung, Abart oder einfach nur eine abweichende Ausgabe / Edition.