Administration

04. August 2010

Sonntag, August 18, 2019

Am vergangenen Freitag habe ich mit den Leuten von der LUG-VS hier das Thema Partitionierung von Festplatten in einer Art Workshop durchgesprochen. Übrigens habe ich die aufwändig vorbereiteten Festplatten und meinen Werkstatt-PC nicht zum Einsatz gebracht. Aber auch dafür habe ich noch eine sinnvolle Verwendung. Einem der Teilnehmer konnte ich im nachhinein dann auch einen Weg aufzeigen, wie er die geplante Installation einer weiteren Distribution auf seinem Notebook bewerkstelligen könnte. Das hat er offenbar auch soweit hin bekommen, aber leider hat er nun neue Probleme, mit denen ich mich momentan aber weder beschäftigen will noch kann. Ich hab mir vor knapp zwei Wochen einen Rippenbruch zugezogen und bin noch etwas eingeschränkt. Ich habe mich stattdessen erfolgreich mit einem anderen Problem herumgeschlagen, das ich schon seit einigen Monaten vor mich her schiebe.

Und auch dieses hat etwas mit Partitionierung zu tun: Auf meinem Laptop mit den 12 Partitionen befindet sich unter anderem Ubuntu. Die Version 9.04 konnte ich seinerzeit erfolgreich auf 9.10 aktualisieren, aber der Sprung auf 10.04 ist bisher immer an Problemen mit irgendwelchen “dictionairies” gescheitert. Nicht konfigurierte Pakete haben wohl das Update verhindert. Ich hab schon alles mögliche ausprobiert mit Synaptic, mit aptitude und mit dem Software-Center die lästigen Pakete irgendwie los zu werden, aber bislang erfolglos. Nun habe ich beschlossen Ubuntu 10.04 per DVD komplett neu zu installieren. Der Clou an der Sache ist folgender: Da ich schon von vorn herein für alle Distributionen nur eine /boot-Partition und einen Swap-Bereich habe und darüber hinaus auch für einzelne Distris eigene /home-Bereiche verwende, konnte ich ohne große Verluste in Kauf nehmen zu müssen Ubuntu auf die ursprüngliche / (root)-Partition installieren. Dem Installations-Assistenten habe ich dann an entsprechender Stelle keine automatische Partitionierung erlaubt, sondern sie manuell festgelegt. /boot und /home habe ich den zugrundeliegenden Dateisystemen entsprechend nur die Mount-Punkte zugewiesen ohne die jeweiligen Bereiche zu formatieren, Swap sicherheitshalber auch noch mal angegeben und für / (root) dann den bisherigen Bereich auf ext4 mit vorheriger Formatierung angeordnet. Am Ende dann noch die Option für die Installation für den Bootloader abgewählt, sprich: keinen Bootloader installieren (bei erweitert am Ende der Zusammenfassung) lassen und das war’s. Hat so prima geklappt.

Mit meiner Methode, die Einträge in GRUB in openSUSE zu verwalten fahre ich bisher auch recht gut, denn nun konnte ich beim Neustart erst einmal Suse starten und im Yast den Bootloader anpassen, bevor ich dann erfolgreich den ersten Start des neuen Ubuntu durchführen konnte. Dadurch, dass ich /home von der “alten” Installation wiederverwende, sind meine Einstellungen bis hin zu den Favoriten im Firefox auch komplett erhalten geblieben. Sogar das Anmeldefoto und alle persönlichen Einstellungen und Angaben hat er auf diese Weise wieder herstellen können.

Ein paar wenige Kleinigkeiten habe ich dann zwar doch noch nachträglich ändern oder anpassen müssen, aber das sind ja Dinge die ich auch hätte machen müssen, wenn der Vorgang der Aktualisierung zuvor erfolgreich gewesen wäre. Dazu gehörte unter anderem die zusätzliche installtion von gftp und dem bluefish-Editor, den ich inzwischen sehr gerne benutze, um meine Homepage zu programmieren.